Der Brief

Und das ist der Text des Briefes, den wir an die Promis und Nicht-Promis geschickt haben:

Unsere Aktion gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind eine Gruppe von 6 jungen erwachsenen Menschen, dem/der hauptamtlichen pädagogischen MitarbeiterIn und dem Pfarrer unserer Gemeinde, und haben uns mit den Fragen zum Thema Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit in unserem Land beschäftigt. Wir sind der Überzeugung, dass dieses Problem kein Problem allein von jungen Menschen ist, sondern sicherlich durch alle Altersschichten geht. Auf Grund dieser Tatsache haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, dieses deutlich zum Ausdruck zu bringen. Wir wollen keinen Filmabend oder eine Musikveranstaltung durchführen, sondern versuchen einen neuen Weg zu gehen, der allerdings nur mit Unterstützung durch Sie gelingen kann.

Wir bitten Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, aus Politik, Wirtschaft, Film- und Fernsehen, Musik, aber auch ganz normale Bürger und Schulklassen aus unserer Stadt, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Wir freuen uns besonders, dass der Bundestagsabgeordnete unserer Stadt, Herr Dieter Grasedieck, sich bereit erklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen, und das Projekt zu begleiten.

Zu unserem Vorhaben:
In dem Paket an Sie haben wir einige Gegenstände beigefügt, mit der Bitte, in irgend einer geeigneten Form zum Thema Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit gestalterisch tätig zu werden. Wir übersenden Ihnen ausserdem weiteres Bastelmaterial und hoffen, dass Sie etwas mit diesem Material zum Thema gestalten können. Gerne können Sie Dinge aus ihrem eigenen Fundus mit hinzu zufügen. Desweiteren legen wir einen weißen DIN A5 Plakatkarton mit der Bitte bei, diesen für eine kurze Erläuterung zu nutzen und dann mit Ihrer Unterschrift und einem Datum zu versehen mit zurückzusenden.

Aus den uns zurückgesendeten Exponaten mit den Erläuterungen werden wir dann eine Ausstellung vorbereiten und durchführen zu der wir Sie selbstverständlich auch schriftlich einladen werden. Neben der Ausstellung soll es auch ein Begleitprogramm geben. Die Ausstellung soll möglichst vielen Menschen nahe gebracht werden. Wir bitten Sie, wenn irgend möglich, uns innerhalb der nächsten zwei Monaten Ihr Exponat, natürlich unfrei, zurück zusenden.

Wir bedanken uns auf das herzlichste für Ihre Bemühungen und Ihre Zeit und hoffen mit dieser Aktion sichtbar zu machen, dass das Problem Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit ein Problem ist, das uns alle gerade in der heutigen Zeit sehr beschäftigt und auch sehr betroffen macht.